Paradebeispiel für ip7250 Servicefreundlichkeit!

 

Ein Drucker, der durch seinen sehr günstigen Preis und eine hervorragende Fotodruck-Qualität überzeugt. Der Canon Pixma IP7250 ist so ein Angebot.

Eines Tages aber sind die Auffangvorrichtungen für die Resttinte voll. Das sind Filzplatten und -blöcke, die überschüssige Tinte aufsaugen (s. Foto). Als Reparateur geht man so ein Problem natürlich direkt an.Und dann steigt der Blutdruck: Um an die Filze zu gelangen, muss der Drucker komplett zerlegt werden. Alle Abdeckungen und Seitenteile abbauen, das gesamte Druckwerk mit Motor, Mechanik, Druckkopf und Elektronik. Und nach einer Stunde Fummelarbeit hat man die fast leere Bodenplatte mit den Filzmatten vor sich liegen. Geschafft. Aber der Hammer kommt noch: Eine Internet-Recherche ergibt, dass diese Filzplatten offenbar weltweit nirgendwo zu haben sind! Vergleichbare Teile für andere Druckertypen kosten zwischen 20 und 30 Euro - bei einem Drucker der mal gerade 70 Euro gekostet hat. Aber die passen natürlich nicht. Eine Anfrage bei Canon läuft, mal sehen was die sagen...

Hier die Antworten: Canon verweist auf zwei Werkstätten, eine bei Leipzig, eine bei Düsseldorf und nennt drei Vertragsfirmen für Ersatzteile. Hier die Antwortim O-Ton von einem der drei angeschriebenen Vertragshändler:
Sehr geehrter Herr Ehle, der IP7250 ist ein Lowend-Geräte da gibt es keine Ersatzteile.

Nachtrag: Kurze Zeit später meldete sich eine Werkstatt aus Süddeutschland, die das Absorber Kit für 13 Euro anbot! Da war der Drucker schon entsorgt. Aber jetzt wissen wir wenigstens, wie das Teil heisst und wo es das gibt!